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27-03-2017

ForFarmers Innovationsfonds - Die Gewinner stehen fest

Auch in diesem Jahr wurden beim ForFarmers Innovationsfonds pfiffige Ideen aus der Praxis für die Praxis honoriert.

Mit dem Innovationsfonds prämiert ForFarmers regelmäßig Landwirte, die mit pfiffigen Ideen dazu beitragen, die Landwirtschaft einfacher, sicherer, umweltgerechter oder effizienter zu machen. Mitte März wurden jetzt von einer unabhängigen Jury die eingereichten Ideen beurteilt und die Preise verliehen. Hierbei wurde einmal der mit EUR 2.500,00 dotierte Prestigepreis und sechsmal ein Förderpreis, dotiert mit EUR 1.000,00, vergeben. Der Prestigepreis ging dabei an Ackerbauer Wiljo Hepping aus Nieuweroord in der niederländischen Provinz Drente. Er entwickelte eine Methode, die das verstopfen von Kartoffelrodern reduziert.

Fugenbesen auf einem Kartoffelroder
Wiljo Hepping ersetzte den Roller über dem Band durch eine Reihe aus vier Fugenbesen plus eine Mechanik, die die Besen bei besonders viel Schlamm hochzieht. Seitdem ist das Igelband nie mehr verstopft – auch beim Roden sehr nasser Parzellen nicht. Ein zusätzlicher Vorteil ist die geringere Zahl beschädigter Kartoffeln. Und das für eine Investition von weniger als EUR 50,00 und ein paar Stunden basteln. Hierfür erhielt Wiljo Hepping den Prestigepreis, dotiert mit EUR 2.500,00.

Reifendruckregelsystem an einem Kipper
Gert Oudijk aus Strijen (Provinz Südholland) erhielt einen mit EUR 1.000,00 dotierten Förderpreis für sein Reifendruckregelsystem an einem Kipper. Dabei handelt es sich nicht um einen herkömmlichen Druckregler. Dieses System arbeitet nicht nur sehr schnell, es ist auch an das Wiegesystem gekoppelt. Der Kipper wiegt den Inhalt und der Fahrer kann anhand des Ergebnisses sehen, wie stark er die Reifen aufpumpen muss.

Modifizierung eines Präzisionsdüngerstreuers
Milchviehhalter Wibe van Vliet aus dem Moorweidegebiet in Kamerik (Provinz Utrecht) war mit dem Streubild seines Düngerstreuers unzufrieden. Deshalb entwickelte er den Präzisionsdüngerstreuer weiter: von einer drei Meter breiten Maschinen zu einer mit wesentlich breiterem Arbeitsbereich (neun Meter) unter Beibehaltung eines geringen Bodendrucks durch Einsatz breiter Reifen. Nach Urteil der Jury ist dies zwar keine völlig neue, aber doch eine große Modifizierung – und das für wenig Geld. Sie bringt ihm den Förderpreis von EUR 1.000,00 ein.

Kellerabsaugung in einem Milchviehstall
Joop van der Leeuw aus Hoogland (Provinz Utrecht) setzte ein bewährtes Ventilationssystem aus der Schweinehaltung in seinem Rinderstall ein und erzielte damit relativ einfach und kostengünstig eine erhebliche Emissionsreduzierung. Das Absaugen der Luft findet direkt unter den Gittern, wo das Ammoniak entsteht, statt. Dadurch muss viel weniger abgesaugt werden, sodass ein deutlich kleinerer Luftwäscher ausreicht. Das senkt die Investitions- und Energiekosten. Der Lohn für diese Innovation sind EUR 1.000,00 für den Milchviehhalter.

Selbstgebauter Wärmetauscher für Warmwasser in einem Masthähnchenstall
Um Kondensatbildung an den Trinkleitungen für Masthähnchen zu verhindern, installierte Masthähnchenhalter Roan Boon aus Enschede (Provinz Overijssel) einen selbstgebauten Wärmetauscher und einen Kombikessel im Stall. Mithilfe eines Thermostatschalters wird das Wasser auf 24 Grad erwärmt. Boon beobachtet heute kein Kondensat und keine nasse Einstreu unter den Trinkleitungen mehr. Diese wirkungsvolle Innovation beschert ihm EUR 1.000,00.

Windschutznetze für die Einlassöffnungen eines Legehennenstalls
Hans Hazenberg aus Abbega (Provinz Friesland) hat Windschutznetze vor den Einlassöffnungen seines Legehennenstalls angebracht, um das Risiko einer Einschleppung des Vogelgrippevirus zu verringern. Diese Innovation kann nach Ansicht der Jury zur Reduzierung der Gefahr einer Viruseinschleppung beitragen. Daher vergibt sie hierfür den Förderpreis von EUR 1.000,00.

Schaber zum Entfernen von angebackenem Kot im Masthähnchenstall
Angebackener Kot in Masthähnchenställen ist ein weitverbreitetes Problem. Auch nach dem Ausmisten im Anschluss an die Aufzucht einer Herde bleiben schon einmal ganze Platten auf dem Betonboden im Stall zurück. Wie Kleber! Die Konstruktion, die sich Geflügelhalter Josef Jörgens aus Spelle (Deutschland) ausdachte, ist etwas Besonderes. Er brachte zwei quer zur Fahrtrichtung sitzende Schaber auf dem Frontlader an. Eine Feder drückt diese Schaber auf den Boden und der abgeschabte Kot wird zur Seite wegtransportiert. Jörgens arbeitet jetzt schon fast vier Jahre mit dieser Innovation und hat sich einen Förderpreis von EUR 1.000,00 verdient.

Siehe für ausführlichere Beschreibungen der Innovationen.